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Berlin

Der Dice Club in Berlin wird zum Umspannwerk Mitte

Category: Events

Als Anfang des letzten Jahres mit großem Getöse der Dice Club in Berlin Mitte öffnete, waren viele Hauptstädter skeptisch, denn zu laut und angeberisch verkündete Betreiber Isan Oral, der vorher einen Schicki-Schuppen namens Bangaluu gemanagt hatte, die angebliche Zeitenwende im Berliner Nachtleben.

Das Innenleben des Dice war inspiriert von den Big Playern der Stadt, aber eine eigene Identität konnte der Club nicht entwickeln. Das galt auch und vor allem für das Booking. Das war reichlich uninspiriert und eine klare Linie nicht so recht erkennbar. Dementsprechend war der Zuspruch nicht sonderlich hoch, auch ein Darkroom und öffentlichkeitswirksame Aktionen halfen nicht ein Stammpublikum zu finden, um das Dice als ernstzunehmende Location zu etablieren.

Nachdem eine ganze Zeit lang gar kein Clubbetrieb stattfand, dann die Baambi Lounge als Partner gewonnen wurde und der temporäre Namen Voltairestr. 5 auftauchte, scheint nun die Identitätssuche beendet: Ab Oktober finden im Heizkraftwerk Mitte wohl regelmäßig Veranstaltungen statt und das Eröffnungswochenende hat es in sich; los geht es am Samstag (9. Oktober) unter dem Titel Der ganz normale Wahnsinn fordern Acts wie Tobi Neumann oder Pier Bucci zum Tanz auf.

Ob eine Umbenennung die Versäumnisse und Pannen des Dice vergessen macht, so dass sich ein funktionierender Clubbetrieb etabliert, bleibt abzuwarten.

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Save Your Icon!

Category: Music

Anfang August erklärten Pamela und Lars, die Betreiber des Icons in Berlin, dass der Club zum 1. Januar 2011 schließen muss, da sich die Bewohner eines neuen Luxus-Baus in der Nachbarschaft nicht etwa von dem Lärm des Clubs belästigt fühlten, sondern von Menschen, die die Straße bevölkern und die Dreistigkeit haben sich zu unterhalten und damit einen Geräuschpegel zu erzeugen.

Doch so ganz kampflos wird das Feld nicht geräumt und daher ruft das Icon alle Grafikdesigner_innen und andere Künstler_innen dazu auf, ein A1-Plakat zu gestalten, das in drei verschiedenen Ausführungen im Stadtbild auf die sich sukzessive verschlechternde Situation Kulturtreibender im Prenzlauer Berg hinweisen soll.

Im Folgenden findet ihr den Aufruf und alle Infos:

AUFRUF AN ALLE GRAFIKDESIGNER UND ANDERE KÜNSTLER!

Bitte unterstützt uns und engagiert Euch für den Erhalt des ICON.

Das Bezirksamt Prenzlauer Berg hat uns nach 14 Jahren eine unbefristet erteilte Genehmigung entzogen. Damit muss das ICON zum 01.01.2011 schließen.

14 Jahre Clubkultur und Subkultur…
14 Jahre Förderung unterschiedlichster elektronischer Musikstile…
14 Jahre Plattform für nationale und internationale Künstler…
14 Jahre Prenzlauer Berg…
…weg!

Wir möchten durch eine Designaktion darauf aufmerksam machen, dass Club auch Kultur ist, Menschen verbindet und vernetzt, Kunst und Kreativität fördert. Davon profitiert die Stadt Berlin. Nur ein kreatives Umfeld macht Berlin zur Metropole.

Helft und designt ein A1-Plakat. Alle eingereichten Motive werden mit Namen des Künstlers in verschiedenen Bildergalerien auf unserer Website, auf Myspace und Facebook veröffentlicht sowie zum Download bereitgestellt.

Ihr wählt danach die besten drei Plakate. Die werden gedruckt und in Berlin plakatiert.
Einzige Vorgabe ist die Verwendung des Claims: SAVE YOUR ICON

Wer das Icon-Logo nutzen möchte, kann es unter folgendem Link downloaden:
http://www.iconberlin.de/download/Logo-Icon-Pfade.eps
Einsendeschluss ist der 10.09.2010.
Bitte sendet die printfähigen Dateien an special@iconberlin.de.

Wir danken Euch für Eure Unterstützung und freuen uns auf viele unterschiedliche Designs.

ICON-Team

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Little Big Berlin

Category: Music

Im Clip des Vimeo-Users Pilpop sind kleine Dinge mal ganz groß. Er hat ein zauberhaftes Video über Deutschlands größte Kulturmetropole Berlin zusammengeschnitten: Little Big Berlin.

Im Hintergrund erklingen die Töne der ‘Ungarischen Rhapsodie Nr. 2′ des aus Ungarn stammenden Komponisten Franz Liszt, während man eine Tour durch Mini-Berlin macht. Pilpop benutzte dazu seine Lieblingskamera, die Sony HC9 und editierte das Ganze mit Sony Vegas Pro 9. Außerdem kommt ein Effekt zum Einsatz, der ’tilt-shift’ genannt wird und ursprünglich zu einem Objektiv gehört, das für Architektur-Aufnahmen benutzt wird. Dadurch entsteht dieser Eindruck einer lebendigen, atmenden Miniatur-Stadt und ihren winzigen Füßgängern.

Pilpop sagt, dass er das Video den einzigartigen Einwohnern und der wundervollen Architektur widmet und dass “nur die Bewohner Berlins die Stadt zu dem machen was sie ist”.

Little Big Berlin from pilpop on Vimeo.

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3 Days Of Good Music - Rookie Sessions

Category: Events / Music

Im Rahmen der Berlin Music Week im 4010 Shop in der Alten Schönhauser Straße werden talentierte Nachwuchs-DJs gesucht.

All diejenigen, die gerne auflegen und ihr musikalisches Können gerne präsentieren möchten, haben die Möglichkeit bis zum 1. September einen Link zu einem 15- bis 20-minütigen an rookiesession@4010.com zu schicken.

Die drei besten Plattendreher werden dann von einer Jury, bestehend aus Redakteuren von musikexpress.de, SnoWhite und Compost Records ausgewählt. Am Samstag, den 11. September, haben die drei Besten dann die Möglichkeit ihre DJ-Künste live im 4010 zu zeigen und vor einer größeren Crowd zu spielen. Die Gewinner werden am 06.09. u.a. auf der 4010-Facebook-Seite bekannt gegeben.

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10 Years Electronic Beats Festival mit Róisín Murphy und Delphic am 4. November in Berlin

Category: Events / Music

Electronic Beats wird zehn Jahre alt und das feiern wir mit Róisín Murphy als Headliner, den Synthiepoppern Delphic und vielen anderen!

Vor zehn Jahren wurde die Idee zu Electronic Beats, dem internationalen Musik- und Lifestyleprogramm der Telekom, auf einem Ausflug nach Ibiza geboren. Seitdem haben wir  über 170 Events mit 180 verschiedenen Künstlern veranstaltet! Wir bringen das beliebte Electronic Beats Magazin und das ebenso erfolgreiche DVD-Magazin Slices heraus, und außerdem gehören noch das mehrfach ausgezeichnete Onlineportal www.electronicbeats.net und ein Online-Radio zur Familie. Wir haben also allen Grund zu feiern!

Als Dank für euren Support steigt am 4. November im Berliner Radialsystem V eine riesige Geburtstagsparty mit Róisín Murphy als Headliner. Sie hat eine ganz besondere Verbindung zu Electronic Beats: Bereits bei einem unseren ersten Events trat sie zusammen mit Moloko auf und spielte auf unseren Festivals 2008 in Graz und Prag als Solokünstlerin. Mit einer ganz neuen Bühnenshow im Gepäck wird sie zu ihrer ersten Electronic-Beats-Auftritt nach Berlin kommen.

Mit Delphic ist außerdem noch eine Band am Start, die mit ihrem Synthiesound und den epischen Melodien immer wieder für begeisterte Reaktionen sorgt. Und das ist erst der Anfang - zu den anderen Künstlern möchten wir zu diesem Zeitpunkt noch nichts sagen, sondern informieren Euch zeitnah. Lasst euch überraschen!

Apropos: Auch das Electronic Beats Radio feiert dieses Jahr, nämlich bereits seinen dritten Geburtstag. Mit über 150 DJ-Mixen und Livesets von Künstlern wie Modeselektor, Coldcut, Magda, Fever Ray oder Caribou, bieten wir auch hier ein breites musikalisches Spektrum, das höchsten Qualitätsansprüchen gerecht wird.

Alles weiteren Infos zum 10 Years Electronic Beats Festival in Berlin erfahrt ihr in Kürze an dieser Stelle.

Derweil legen wir euch nochmals Roísín Murphys Auftritt beim Electronic Beats Festival Graz 2008 ans Herz, nachzuhören bei Electronic Beats Radio:

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Stroke.Artfair 03

Category: Lifestyle

Noch sind die Hallen der Berliner ‘Station’ leer, doch im Oktober werden sich hier die Pforten zu einer spannenden Ausstellung öffnen. Urban Art scheint sich in die Oberliga der Kunstwelt gespielt zu haben. Unter dem Namen STROKE.ARTFAIR 03 findet im Herbst eine eigene Messe zu diesem Thema statt und zwar zeitgl3ich mit den wichtigsten Kunstmessen Berlins, wie etwa der Art Forum.

Mit einem Mix aus Malerei, Plakatkunst, Schablonenkunst, Grafik, Cut-Outs, Aufklebern oder Collagen zeigt die Messe einen Schnitt durch die internationale Szene. Dabei dürfte vieles bereits gesehen worden sein, doch es gibt sicherlich auch Neues zu entdecken. Die Stroke hat sich vorgenommen, ihren Aussenseiter-Status zum Vorteil auszubauen. Marco Schwalbe, Veranstalter der STROKE.ARTFAIR erklärt dazu: „Wir sind bereits seit vier Jahren mit unserer Galerie INTOXICATED DEMONS in Berlin fest verwurzelt. In Berlin muss man Urban Art nicht mehr erklären. Die Kunst hat sich hier erfolgreich im Straßenbild und in den Galerien gleichermaßen etabliert. Natürlich haben wir gerade im Herbst in Berlin eine Außenseiterrolle – auch das passt gut zu unserem Konzept und unseren Inhalten“.

Schon längst ist Kunst von der Strasse zum Mainstream geworden. Und wer in diesem Zusammenhang immernoch von Realness und Credibility spricht und damit meint, dass diese Kunst nicht in einen White Cube gehört, verpasst leider einiges.

STROKE.ARTFAIR
07.10.2010 – 10.10.2010
Station-Berlin
Halle 5
Luckenwalder Strasse 4-6
10963 Berlin

Öffnungszeiten: Donnerstag bis Samstag von 13:00 Uhr bis 23:00 Uhr
Sonntag von 13:00 Uhr bis 18.00 Uhr
Eintritt: 8 EUR pro Person (Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre kostenlos)

Weitere Infos: www.stroke03.com

Schaut euch hier den Clip zum letzten Event an:

STROKE.02 inofficial recap from INTOXICATED DEMONS GALLERY on Vimeo.

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Plaid & Bogdan Raczynski, Cristian Vogel beim Krake Festival in Berlin

Category: Events

Es ist ein Luxusproblem, sich in Berlin über uninspiriertes Booking und Einheitsbrei zu beschweren, denn die Hauptstadt bietet, trotz mancher eklektischer Redundanz, ein breites Spektrum an unterschiedlichen stilistischen Ausprägungen elektronischer Musik. Natürlich bestimmt immer die Nachfrage auch das Angebot und daher sind Programm und Booking immer gewissen Konjunkturen unterworfen.

Nach diesen richtet sich das ab Mittwoch, 11. August bis Sonntag, 15. August in Berlin stattfindende Krake Festival so gar nicht, denn hier steht zwar ein experimentelles Ausloten elektronischer Tanzmusik im Mittelpunkt. Doch auch wenn es tanzbar zugehen soll, ist nicht der funktionale Knaller ohne Nachhaltigkeit interessant, sondern die Symbiose aus Tanzen und einer gewissen musikalischen Intelligenz.

Die Eröffnungsveranstaltung findet am Mittwoch im Rahmen des Killekill Clubs in der Berghain Kantine statt, die restlichen Partys im Suicide Circus in Friedrichshain. Eingeladen wurden u.a. Plaid, Cristian Vogel, Bogdan Raczynski, Radioactive Man, Kettel, Der Dritte Raum, Narcotic Syntax und Sven Weisemann. Das komplette Line-Up und Programm findet ihr hier.

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Und dann vertrieben sie den letzten Club… Das Icon in Berlin muss schliessen

Category: Music

Der Berliner Prenzlauer Berg hat in den knapp 20 Jahren seit dem Mauerfall so einiges miterlebt; zunächst der Leerstand und die Besetzung der Häuser durch Alternative, Studenten und Autonome, darauf folgte eine lebendige subkulturelle Szene: Konzerte, illegale Partys in Kellern und Barabende, aus denen Clubs wie das Cookies entstanden.

Diese Vielfalt und die niedrigen Mieten machten den Stadtteil zu einem äußerst attraktiven Wohnort und so entstanden, wie das im Kapitalismus eben ist, in diesem Kontext natürlich auch attaktive Wertschöpfungsmöglichkeiten. Also wurde saniert und auch die Geschäfte stellten sich auf die Bedürfnisse der ehemals wilden Menschen ein, die langsam sesshaft wurden, Familien gründeten und sich dem nachhaltigen statt exzessiven Leben widmeten.

Die Bioladenquote stieg ins Unermessliche, ganz ähnlich wie die Fertilitätsrate. Die Ex-Wilden besannen sich ihrer, pardon soviel Klischee muss sein, schwäbischen Wurzeln und widmeten sich der saturierten Öko-Spießigkeit. Dieses Phänomen nennt sich Gentrifizierung und beschreibt erstmal und ohne Wertung die sukzessive (strukturelle) Veränderung eines Viertels, den Prozeß, der von den Hausbesetzern zu den gut verdienenden Ökofamilien und hohen Mieten führt.

Seit einigen Jahren sind die Zeiten für Clubs und andere Vergnügungslokalitäten hart geworden. Nach dem Knaack Club (der noch kämpft) und dem Magnet hat es nun leider auch den letzten verbliebenen, relevanten Club im Prenzlauer Berg erwischt. Die Rede ist vom Icon, das man mit Fug und Recht als Berliner Institution und gewissermaßen letzte Bastion in Sachen Drum’n'Bass, Headz und Artverwandtes bezeichnen kann.

Dort entstanden im direkten Umfeld schnieke Neubauten und es wurde eifirig luxussaniert. Die Folge waren Beschwerden der neuen Anwohner, die sich bitter beklagten, dass Paul-Malte und Lara-Sophie bei dem Lärm nicht einschlafen können - man fühlte sich von den Menschen auf dem Gehweg vor dem Club gestört. Was früher Argument und Reiz zum Wohnen in einem lebendigen, jungen Stadtteil ausmachte, wurde nun völlig ins Gegenteil verkehrt. Scheinbar soll der Prenzlauer Berg zukünftig nur noch einem dienen: dem gezielten Heranzüchten neuer, uniformer Superökokinder.

Diese dürfen auf gar keinen Fall Spaß haben (die Beobachtung übereifriger Eltern bei der Fortführung eines unschuldigen wie normalen Aushandlungskampfes um die Schaukel oder ein Förmchen auf einem Spielplatz im Prenzlauer Berg ist wahrscheinlich eine der erschütterndsten Zivilisationserfahrungen, die man machen kann), keinen Zucker essen und kein Fernsehen. Ähnlich verbissen agieren deren Eltern dann eben auch gegen alles, was sich nicht dieser Familien- und Wohnideolgie unterwirft.

Die logische Konsequenz der typischen klientelorientierten Hauptstadtpolitik ist nun also der Entzug der Konzession und deswegen muss das Icon ab dem 1. Januar 2011 leider seine Pforten schließen. An dieser Stelle sei der komplette Wortlaut der Pressemeldung dokumentiert. Es ist einfach nur traurig:

Liebe Freunde!

Am 01.01.2011 ist Schluss!

Wir sind eine der Institutionen im Berliner Nachtleben, mit dem der Senat nur zu gern wirbt. Das bringt der Stadt Geld - uns bringt das leider gar nichts. Zum 01.01.2011 wird uns die Konzession entzogen.

Ein Neubau direkt nebenan - modernes Wohnen im Prenzlauer Berg - teuer und schick. Ein Club vor der Tür passt da leider nicht ins Bild. Zu viele Beschwerden der neuen Anwohner - nicht wegen zu lauter Musik, sondern wegen der Leute auf dem Bürgersteig. Das Bezirksamt Pankow von Berlin verfügt: Wir müssen gehen.

Damit wird erneut ein Stück Berliner Clubkultur zerstört.

Bis Ende des Jahres machen wir weiter wie zuvor und werden alle unsere Lieblings-DJs einladen, noch einmal mit uns die heiligen Hallen zu rocken.
Am 31.12.2010 wird es ein letztes Mal “Icon goes…” geben. Die Woche davor werden wir feiern bis zum Umfallen.

Wir haben neue Pläne und Ideen, um unseren Traum mit unseren Freunden weiterzuleben. Und wir werden alles dransetzen, weiterhin jenseits von Mainstream und falscher Coolness mit qualitativ hochwertigen Bookings in intimer Atmosphäre all jenen, die uns bisher begleitet haben, ein neues Zuhause zu schaffen.

Pamela, Lars und Team

Foto via iconberlin.de

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Don Olafio

Mehr dazu hier: http://www.prenzelberger-stimme.de/?p=1625

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