Unsere neueste Slices DVD wird Techno-Fans mehr locken als irgendeine Ausgabe je zuvor. Ausgestattet mit einigen der besten elektronischen Künstlern möchten wir euch einen wunderbaren Sommer bereiten.
Das französische Techno-Genie Agoria steht dieses Mal in unserem Rampenlicht und gibt uns Einblick in sein kreatives Umfeld. Neben einer einzigartigen Auswahl an Interviews, Features, Videos und unserem Tech-Talk bieten wir euch außerdem die Highlights vom Electronic Beats Festival aus Prag und Graz 2010.
Im basslastigen Label-Feature richten wir unseren Fokus auf das Berghainsche Ostgut Ton Label. Des Weiteren haben wir Features zu Künstlern wie Claude VonStroke und Louderbach am Start.
Videos gibt es in dieser Edition von den Trentemoeller, Rhythm Monks, Niederflur und Riley Reinholds.
Ab dem 15. Juni könnt ihr euch die neue Slices 2-10 wie gewohnt in euren Lieblings-Plattenläden abholen. Oder sichert sie euch mit einer Vorbestellung in unserem EB Shop.
Am 1. Mai wird in der Hauptstadt nach diesem Höllenwinter mal wieder der Frühling und damit auch die Open-Air-Saison eingeleitet. Bereits einen Tag vorher lockt in der Walpurgisnacht ein hervorragendes musikalisches Programm zum Tanz in den Mai. Aus dem unübersichtlichen Wust an Partys an diesen beiden Tagen haben wir ein Paar Highlights herausgesucht:
Walpurgisnacht / 30. April
1.) casiopeia: 4/4 Express - Tanz in den Mai
Los geht es auf der Technomeile Revaler Straße in Friedrichshain. Das cassiopeia lädt bereits ab 16 Uhr zum 4/4 Express - Tanz in den Mai. Bei schönem Wetter ist der Outdoor-Floor das Herz der Party, später werden dann zwei Tanzflächen im Club selbst geöffnet und mit geradem Bassdrum beschallt. Das Booking setzt nicht auf große Namen, sondern lässt vor allem Berliner Acts und DJs Musik machen, was der Qualität aber sicherlich keinen Abbruch tut.
Als DJs spielen u.a. Vandal, German Lachs, Mollono Bass, Miriam Schulte, Anarki, Anja Zaube, Por.no, Astma, Finemusique, Karina und Irie Electric; live beglücken Rafael Gomez und die Hemmerlinge das Publikum.
4/4 Express - Tanz in den Mai
16 Uhr cassiopeia
Revaler Straße 99
Tor II
10245 Berlin
2.) Astra: Tanz in den Mai
Ein wenig pompöser geht es im Astra, ebenfalls auf der Revaler Straße, zu. Wo sonst eher Konzerte stattfinden, steigt ab 22 Uhr ein größerer Rave mit Gabriel Ananda aus Köln als Headliner. Dem Ort (einer Konzerthalle) entsprechend spielen in dieser Nacht relativ viele Live-Acts: Skinnerbox, A Guy Called Gerald, Ètè, The Dose und Abonné drehen die Knöpfe, Ruede Hagelstein, Sasse, Aaron Hedges, Süß & Sauer und Michael Placke stehen hinter den Plattenspielern.
Tanz in den Mai
22 Uhr
AK: 12 EUR Astra Kulturhaus
Revaler Straße 99
10245 Berlin
3.) Watergate: Sis Album-Releaseparty
Wer vom Friedrichshainer Techno-Klüngel irgendwann genug hat, kann und sollte einfach die Seite wechseln. Auf der anderen Seite der Spree stellt im Watergate der Türke Sis sein neues Album “Dejame” live vor. Das Release feiert er zusammen mit lario Alicante, Stipé, Christos Kessidis, Sascha Funke, Dorian Paic und DJ T.
Sis Album-Releaseparty
24 Uhr Watergate
Falckensteinstr. 49a
10997 Berlin
1. Mai
Der Tag der Arbeit steht dann ganz im Zeichen des hoffentlich guten Wetters. In diversen Parks, vor allem in Kreuzberg, finden unzählige Veranstaltungen mit tanzbarer Beschallung statt, außerdem feiern wie jedes Jahr die Bar25 und der Club der Visionäre den Beginn der Freiluftsaison; letzterer höchstwahrscheinlich und wie gewohnt mit Ricardo Villalobos. Ansonsten seien die folgenden drei Veranstaltungen noch wärmstens empfohlen:
1) Luzia Open Air
Bevor sich die Straßen von Kreuzberg 36 abends zur Kampfzone für Krawalltouristen und Besuffskis wandelt, findet tagsüber, neben den diversen Demonstrationen, das Myfest mit einem buntgemischten und reichhaltigen musikalischen und kulinarischem Programm statt. Die Luzia baut vor der Bar in der Oranienstraße, wie in den Jahren zuvor auch, wieder eine eigene Bühne auf. Dort spielen Matt John, Tom Clark, Demir & Seymen, Coskun & Ak, sowie Boge & Prause; der Erfahrung nach, ist die Stimmung dort jedes Jahr außerordentlich gut:
Luzia Open Air @ Myfest
14 Uhr Luzia
Oranienstraße 34
10999 Berlin
2.) OstGut Ton der Arbeit
Traditionell feiert auch der Garten des Berghains seine Eröffnung am 1. Mai. Bei schönem Wetter bleibt man ab Mittag unter sich, denn - auch das ist Tradition - es spielen ausschließlich die Residents: Marcel Dettmann, Len Faki, Shed, Prosumer, Tama Sumo, nd_baumecker, Nick Höppner, Marcel Fengler, Boris und Norman Nodge. Wer genug Energie hat, feiert einfach bis zum Abend durch und wechselt dann rüber ins Berghain bzw. die Panorama Bar, wo u.a. Pépé Bradock und Cari Lekebusch auflegen werden.
OstGut Ton der Arbeit
12 Uhr Berghain
Am Wriezener Bahnhof
10243 Berlin
3.) Burlesque Musique Night pres. Nôze
Ein weiteres Highlight ist die Burlesque Musique Night im Arenaclub mit den umtriebigen Franzosen Nôze, die zusammen mit Holgi Star, Aka Aka uva. die Menge bespaßen. Doch dieser Abend steht nicht ausschließlich im Zeichen elektronischer Musik, denn auf dem zweiten Floor sind Lady Lou, Zigan Ali und die Musikantentruppe Budzillus zu Gast, die bereits des öfteren die Menschen auf Techno-Veranstaltungen zum Tanzen bewegten:
Burlesque Musique Night
24 Uhr Arenaclub
Eichenstrasse 4
12435 Berlin
***Update: Die Radio Session von Marcel Dettmann ist jetzt online***
Die Radio Sessions von Electronic Beats gehen bei MotorFM in die nächste Runde. Die analoge Erweiterung zu unserer Online-Präsenz hat jeden Donnerstag ab 22 Uhr unterschiedliche DJs und Produzenten zu Gast. Los geht es am 22. April mit Berghain-Resident Marcel Dettmann, ihm folgen dann am 29. April Booka Shade.
Eine Stunde lang werden die Künstler über ihr Leben und Arbeiten plaudern, ehe dann ein einstündiges Set folgt. Bereits die Radio Sessions vor der viermonatigen Pause waren reich an Highlights; so waren u.a. Coldcut, Jesse Rose, Stimming und Simian Mobile Disco Teil der Sendung.
Unser erster Gast Marcel Dettmann hat sich in den letzten Jahren zu einem der Berliner Vorzeige-DJs entwickelt und den charakteristischen Berghain-Sound maßgeblich mitgeprägt. Schon im alten Ostgut war Dettmann ein Garant für puristischen Techno-Genuss, daher ist die Freude groß, dass er den Reigen eröffnet.
Ebenfalls schon viele Jahre des Produzentendaseins haben Booka Shade auf dem Buckel und wenn sie nicht gerade mit der Koordination des produktionstechnischen Teils der Labelarbeit bei Get Physical beschäftigt sind, tüfteln sie im Studio an neuen Tracks. Am 23. April erscheint ihr neues Album More! und von diesem bekommen wir sicher auch den einen oder anderen Track zu hören.
Ein ausführliches Interview mit Booka Shade findet Ihr bei electronicbeats.net.
Es gibt drei Möglichkeiten die Sendungen zu verfolgen:
1. Live im Radio: In Berlin und Brandenburg auf der UKW-Frequenz 100,6 MHz; in Stuttgart auf 97.2 MHz.
2. Online live im Motor-FM-Player.
3. Oder aber dann am Tag nach der Sendung ab 11 Uhr on demand (und so oft man will) bei EB Radio. Dort findet Ihr auch weitere Infos und die Tracklist zum DJ-Set.
***Update: Die Radio Session von Marcel Dettmann ist jetzt online***
In den Nuller Jahren hat sich Berlin sukzessive zur Techno-Hauptstadt entwickelt; das hatte viele Gründe (Tobias Rapp beschreibt diese Entwicklung in seinem Buch Lost and Sound ausführlich); überall in der Stadt gab es leerstehende Gebäude und Flächen, die sich zum Feiern eigneten, die geringen Miet- und Lebenshaltungskosten zogen Menschen aus aller Welt an, darunter waren und sind viele Produzenten elektronischer Musik, DJs und Raver, eine Sperrstunde existierte in Berlin nie und ein weiterer nicht zu untschätzender Faktor war die Omnipräsenz billiger Drogen im Clubkontext.
All das lockte, machte Berlin zum Paradies für Clubkultur und Partys und noch immer sind die Vorgaben der Ämter relativ moderat. Illegale Raves werden von der Polizei in den seltensten Fällen belästigt und vor allem im Sommer hat sich eine Open-Air-Party-Szene etabliert, die jedes Wochenende in diversen Parks und auf Wiesen ausgiebig und vor allem lange feiert. Das hört sich alles prachtvoll bis paradiesisch an, doch an dieser Stelle sei, so traurig das ist, verkündet: 2010 ist der letzte Sommer.
Dafür gibt es einige Gründe: 20 Jahre nach dem Mauerfall ist ein Großteil der Altbauwohnungen saniert und es sind nicht mehr nur Studenten, Musiker und Künstler, die es nach Berlin zieht. Die Stadt ist längst auch für ein saturierteres BWLer-Milieu attraktiv geworden, womit die Nachfrage nach hübsch aufgerüschten Buden steigt; durch den kaum noch vorhandenen Leerstand im innerstädtischen Bereich steigen folglich die Mieten.
Und auch die Clubkultur ist auf dem absteigenden Ast, trotz oder gerade weil Berlin zum Feiermekka für Pilger aus aller Welt avanciert ist. Die Bar25 geht in die letzte Saison, das Berghain ist, auch wenn das Booking natürlich nach wie vor brilliert, inzwischen völlig im Mainstream angekommen und, von den schönen Sonntagnachmittagen mal ganz abgesehen, zum Techno-Freizeitpark mutiert; die zunehmende Anzahl betrunkener Heteromännergruppen auf Brautschau kann nur noch mühsam und mitunter nicht immer verhindert werden.
Das ist symptomatisch für Berlin, den riesigen Techno-Ballermann; Ravewillige fliegen für einige Tage ein und dann zählt vor allem die Maßgaben: länger, schneller, härter, mehr. Während noch 2005 die Zahl der sonntäglichen Afterhours überschaubar war, kann man sich bei einem Blick auf die einschlägigen Terminseiten im Internet (die trotz aller Underground-Attitüde und Geheimnistuerei ihren Anteil zur weltweiten Glorifizierung des Berliner Nachtlebens beigetragen haben) nicht des Eindrucks erwehren, dass hier Quantität längst Qualität ersetzt hat. Abdichten und durchraven scheint inzwischen die Maxime zu sein. Meistens sind es die immer gleichen Berliner DJs, welche die nie müde werdende Ravegemeinde Wochenende für Wochenende in den Montag treiben.
Clubs, deren musikalisches Konzept vom musikalischen Einheitsbrei abweicht, tun sich schwer (Tape) oder müssen gleich schließen (WMF). Gleichzeitig graben sich die Veranstalter illegaler Partys selber das Wasser ab: Parks werden völlig verschmutzt zurückgelassen, in Mitte brannte sogar ein Dachstuhl bei einer “illegalen Musikveranstaltung” aus. Die Reaktionen der Politik werden nicht ausbleiben, Augen seltener zugedrückt werden und wenn 2011 aller Wahrscheinlichkeit nach die ultraprovinzielle Hauptstadt-CDU den regierenden Bürgermeister in der Hauptstadt stellt, wird das die Vorzeichen für die Partymetropole Berlin sicher nicht verbessern. Der Anfang vom Ende der Feierherrlichkeit ist eingeläutet, Berlin hat sich logischerweise verändert, da bleibt nicht viel übrig als diesen Sommer einfach extra zu genießen
[...] Schon im nächsten Jahr gebe es keinen Sommer mehr, schreibt der Autor Jonas Morea auf dem Lifestyle Blog eines Telefonanbieters mit eigener Farbe. Was sich nach Blödsinn anhört, ist es auch. [...]
Tobias Rapps ziemlich gutes Buch “Lost and Sound”, das sich mit der Techno-Szene in der Hauptstadt auseinandersetzt und im Januar letzten Jahres erschien, war der Startschuss für ein medial recht erfolgreiches Jahr für Techno, vor allem aber für das Berghain, das in den folgenden Monaten wöchentlich Erwähnung in den bürgerlichen Medien fand. Auch wenn die Mystifizierung teils absurde Züge annahm, rückte es doch ein wenig die klischeehafte Fehleinschätzung gerade, dass Menschen, die elektronische Musik hören, immer und ausschließlich buntgekleidete Pillenzombies sind.
Dank des Erfolges der deutschen Ausgabe, ist nun eine streng limitierte englische Ausgabe bei Innervisions erschienen. Gerade einmal 500 Stück wurden gedruckt und wer es nicht geschafft hat ein solches Exemplar zu ergattern, sollte am Donnerstag (11. März) im Kim in Berlin rumschauen, denn dort diskutieren Tobias Rapp, Dixon und der Übersetzer Paul Sabin den Inhalt des Buches.
Lesung und Diskussion “Berlin, Techno and the Easyjet Set”
11. März, ab 21 Uhr Kim
Brunnenstr. 10
10119 Berlin
Auch wenn es nicht so aussieht, als würde es jemals noch mal warm, sonnig und unmatschig werden, wirft die Festival-Saison doch so langsam ihre sonnigen Schatten voraus. Das Sonar hat mit Air und LCD Soundsystem bereits im Dezember erste Headliner gedroppt, nun folgt das Melt!.
Neben dem Superzugpferd Massive Attack haben u.a. Carl Craig, Matias Aguayo & Band, WhoMadeWho, Egotronic und Ricardo Villalobos ihr Kommen zugesagt. Und weil ja momentan kein Tag vergeht, an dem nicht irgendein Feuilleton über diesen wilden Berghain Club berichtet, wurde einfach das gesamte Portfolio von Ostgut Booking weggebucht. Schön, dass der Hype nun auch bei in Indiezirkeln angekommen ist, kreatives Booking geht jedoch irgendwie anders.
Aber das soll die Freude nicht trüben, denn musikalisch macht man mit den stahlerprobten Feierrecken natürlich erstmal nichts verkehrt. Das komplette bis dato bestätigte Line-up gibt es auf der Homepage zu sehen.
Warp feiert seinen zwanzigsten Geburtstag und veranstaltet aus diesem Grund auf dem ganzen Globus verteilt Partys. In Tokio, New York, London wird das Freudenfest zelebriert, aber auch in Berlin lädt das britische Label ein und feiert dort sogar gleich zweimal. Los geht es morgen, dann spielen u.a. Gravenhurst und Battles live, Thomas Fehlmann (The Orb) wird an den Decks stehen.
Derweil wird die Perlon-Crew die Panorama Bar auf Trab halten. Die zweite Party findet genau eine Woche später in Berghain und Panorama Bar statt. Dann sind u.a. das Wunderkind-Duo Hudson Mohawke vs Rustie, als auchalte Recken wieTim Exile, Andrew Weatherall und Plaid am Start. Für morgen gibt es schon einen Timetable, los geht es bereits um 20 Uhr:
Berlin ist mit seinem ausschweifenden Nachtleben und den endlos dauernden Partys zweifellos die Welthauptstadt des Technos und der Clubkultur. Gegen Ende der Arbeitswoche scheint sich die gesamte Stadt in eine einzige, riesengroße Dauerparty zu verwandeln. Die neue Doku After Hours folgt einigen Protagonisten der Berliner Szene durch die Nacht und wirft einen Blick hinter die Kulissen.
Im Sommer 2009 begleitete Kerstin Hering das DJ-Gespann Aka Aka bei einem seiner Auftritte an der Spree und schaute den Jungs beim Mixen in der Sonne zu. Sie unterhielt sich mit Oliver Koletzki über Partys im Park und ließ Bar25-Resident Danny Faber zu Wort kommen, der sich über eine durchgeravte Woche voller Sausen auslässt.
Seit nunmehr 20 Jahren ist Berlin der Ort für Techno und die attraktive Clubszene zieht Menschen aus aller Welt magisch an. Die Geschichte des Feierns in Berlin ist eine Geschichte der temporären und illegalen Clubs, die in leer stehehenden Gebäuden - meist im Osten der Stadt - eine Plattform für friedliches und hedonistisches Beisammensein boten. Orte wie das Berghain oder die Bar25 griffen dieses Prinzip auf und schufen Locations, in denen alles möglich war und ist.
Unten könnt ihr die ersten drei Folgen dieser spannenden kleinen Doku-Serie sehen, es werden noch neun weitere folgen:
Hier findest du die neuesten Infos rund um die Themen Advanced Music, Life & Style: Frische Künstler, die neuesten Releases, die aktuellsten Events. Dazu Infos aus den Bereichen Fashion, Design und Kunst.
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