Londons DJ History-Crew entwickelt sich zunehmend zum Fels in der Brandung. Ihr enzyklopädischer Anspruch beim Aufbereiten und Dokumentieren moderner Musikgeschichte ist für viele Journalisten bereits zum Referenzpunkt geworden und scheint sich im Laufe der Jahr zu einem wahren Standardwerk entwickelt zu haben.
DJ-History ist das Spezialgebiet von Bill Brewster und seinem Kollegen Frank Broughton, der uns bereits epochale Bände wie Last Night A DJ Saved My Life oder The Record Players: DJ Revolutionaries bescheerte. Nun erscheint in der Reihe DJ History Catch The Beat: The Best of Soul Underground (1987-91), eine einzigartige Zeitkapsel der frühen Hip Hop- und House-Jahre.
Das Buch ist vollgepackt mit 440 Seiten über Dance Music und Clubbing in London, Manchester und New York sowie mit Artikeln über viele Künstler- von KRS-1 bis A Guy Called Gerald. The Sound Factory, Warehouse-Parties, die ersten Raves, die Geburt des Acid Jazz und außerdem über 200 spannende Chart-Auflistungen. Wie schon in den Büchern zuvor, könnt ihr aus den Charts die besten Tracks der jeweiligen Epoche herausfiltern. Stell dir nur vor: deine 20 Lieblings-DJs verraten dir ihre 20 meistgespieltesten Tracks aus der Zeit in der sie Resident in deinem Lieblings-Club waren!
Wagt einen Blick in das Buch. Hier gibt es 40 Seiten als PDF (10MB) gratis zur Ansicht.
Vom zweiten Album, heißt es oft, hängt ab ob eine Band Zukunft hat oder nicht. Solche Kassandrarufe interessieren MIT nicht. Ihr Album entstand aus tiefstem Interesse für ihre Sache. Der Debut-Nachfolger Nanonotes überzeugt mit eben dieser Selbstsicherheit. MIT verfolgen ihren Weg und die Sterne stehen verdammt gut.
MIT gelang der Traum einer jeden Band. Entdeckt vom Peaches-Manager, dem sie während einem ihrer Konzert ein Demo in die Hand drückten, führte ihr Weg steil nach oben. Mit dem Erstlingswerk Coda bespielten sie bereits mehrere Kontinente.
Nanonotes zeigt nun eine Weiterenwicklung ihrer Klangästhetik. Der Sound erinnert in manchen Passagen an Kraftwerk. Und siehe da- es ist Kraftwerk. MIT konnten Emil Schult (Ex-Kraftwerk) als eine Art Mentor gewinnen. Und was als Synthie-Pop-Unterton zu spüren ist, steht in Zusammenhang mit dem Album-Produzenten Jas Shaw, einer Hälfte von Simian Mobile Disco. MIT erzählten uns, wie es dazu kam:
Ihr seid eine Band, die sich intensiv mit den Anfängen deutscher, elektronischer Musik auseinandersetzt. Was bedeutet es euch ein Mitglied von Kraftwerk für die Arbeit am Album gewonnen zu haben?
Emil Schult kennengelernt zu haben und nun seit fast einem Jahr intensiv mit ihm zu arbeiten ist für uns das größte Geschenk. Wir beschäftigen uns intensiv mit den Ursprüngen elektronischer Musik - gleichzeitig ist unser größtes Anliegen moderne Musik zu schaffen. Emil Schult ist sozusagen unser Bindeglied. Unsere Zusammenarbeiten gehen allerdings weit über die Musik hinaus. Wir führen lange Gespräche über Artwork, Performance und alles was uns beschäftigt.
Was ist für euch der größte Sprung, den ihr zwischen dem Debüt und dem nun zweiten Album vollzogen habt?
Im Grunde ist es kein Sprung sondern eine logische Weiterentwicklung unserer Musik. Mehr als zuvor haben wir darauf geachtet moderne Musik zu schreiben. Die Positionierung und der Bezug auf die Ursprünge der elektronischen Musik sind für uns unverzichtbare Stationen; ohne ein Bewusstsein dafür zu entwickeln wie elektronische Musik enstanden ist, kann man sich eben auch nicht vorstellen in welche Richtung es sich weiterentwickeln könnte.
Nanonotes erscheint Pop-orientiert. Würdet ihr das dem Einfluss von Simian Mobile Disco-Mitglied Jas Shaw zuschreiben oder war euch vor dem Album schon klar, dass ihr euch dieser Richtung annähern wollt?
Für uns gibt es kein Pop. Wir interessieren uns für Musik.
Warum habt ihr euch für Jas Shaw als Produzent entschieden?
Jas hat unsere Demos gehört und war sehr begeistert. Wir haben uns getroffen und uns so gut verstanden, dass wir es einfach gemacht haben. Keine großen Überlegungen. Er hat maßgeblichen Einfluss auf den Klang der Platte genommen und uns aus vielen Sackgassen rausgeholt. Eine tolle Zusammenarbeit.
Textlich befindet ihr euch zwischen intellektuellem Spaß und eingängigen Phrasen, die zu echten Ohrwürmern werden. In eurer ersten Single Pudong heißt es “High-Tech verpflichtet”- und doch arbeitet ihr analog. Kehrt ihr dem Zwang nach der neuesten Technik bewußt den Rücken zu?
Oft ist es besser sich nicht zu gut auszukennen. Wir versuchen unser Set-Up in der Entstehungsphase neuer Lieder möglichst simpel zu halten um zumindest technische Komplikationen auszuschließen. Wenn wir dann erst im Studio sind haben wir immer leute dabei die sich besser auskennen als wir und unsere Ideen zumindestens technisch verwirklichen können.
Sind Remixe geplant?
Ja, unsere guten freunde von COMA haben bereits einen Remix von ‘Pudong’ gemacht - weitere Mixe folgen.
Ihr habt bereits viele Länder bespielt, wart zuletzt sogar in China und Indien. Wann seid ihr wieder unterwegs und welche Stationen stehen diesmal auf dem Tour-Plan?
Wir spielen jetzt noch vereinzelte Festivals bevor wir dann Anfang nächsten Jahres auf große tour gehen. Große Weltreisen sind ebenso in Planung.
Danke MIT!
Nanonotes erscheint am 10. September via V2/Cooperative.
Am selben Tag spielen MIT auf der Hangar-4 Stage des Berlin Festivals. Als kleinen Appetizer hier ihre 1. Single Pudong:
Anfang August erklärten Pamela und Lars, die Betreiber des Icons in Berlin, dass der Club zum 1. Januar 2011 schließen muss, da sich die Bewohner eines neuen Luxus-Baus in der Nachbarschaft nicht etwa von dem Lärm des Clubs belästigt fühlten, sondern von Menschen, die die Straße bevölkern und die Dreistigkeit haben sich zu unterhalten und damit einen Geräuschpegel zu erzeugen.
Doch so ganz kampflos wird das Feld nicht geräumt und daher ruft das Icon alle Grafikdesigner_innen und andere Künstler_innen dazu auf, ein A1-Plakat zu gestalten, das in drei verschiedenen Ausführungen im Stadtbild auf die sich sukzessive verschlechternde Situation Kulturtreibender im Prenzlauer Berg hinweisen soll.
Im Folgenden findet ihr den Aufruf und alle Infos:
AUFRUF AN ALLE GRAFIKDESIGNER UND ANDERE KÜNSTLER!
Bitte unterstützt uns und engagiert Euch für den Erhalt des ICON.
Das Bezirksamt Prenzlauer Berg hat uns nach 14 Jahren eine unbefristet erteilte Genehmigung entzogen. Damit muss das ICON zum 01.01.2011 schließen.
14 Jahre Clubkultur und Subkultur…
14 Jahre Förderung unterschiedlichster elektronischer Musikstile…
14 Jahre Plattform für nationale und internationale Künstler…
14 Jahre Prenzlauer Berg…
…weg!
Wir möchten durch eine Designaktion darauf aufmerksam machen, dass Club auch Kultur ist, Menschen verbindet und vernetzt, Kunst und Kreativität fördert. Davon profitiert die Stadt Berlin. Nur ein kreatives Umfeld macht Berlin zur Metropole.
Helft und designt ein A1-Plakat. Alle eingereichten Motive werden mit Namen des Künstlers in verschiedenen Bildergalerien auf unserer Website, auf Myspace und Facebook veröffentlicht sowie zum Download bereitgestellt.
Ihr wählt danach die besten drei Plakate. Die werden gedruckt und in Berlin plakatiert.
Einzige Vorgabe ist die Verwendung des Claims: SAVE YOUR ICON
Wer das Icon-Logo nutzen möchte, kann es unter folgendem Link downloaden: http://www.iconberlin.de/download/Logo-Icon-Pfade.eps
Einsendeschluss ist der 10.09.2010.
Bitte sendet die printfähigen Dateien an special@iconberlin.de.
Wir danken Euch für Eure Unterstützung und freuen uns auf viele unterschiedliche Designs.
Modeselektions heißt die neue Compilation-Serie unserer Lieblingsrampensäue Gernot Bronsert und Sebastian Szary von Modeselektor.
Die beiden werden die Modeselektions Vol.1 auf ihrem frisch wiederbelebten Monkey Town Label veröffentlichen. Darunter werden Künstler wie SBTRKT, Shed, eLan, Cylob oder Ramadanman vertreten sein. Die zwei Berliner sagen dazu: “Auf keinen Fall wollten wir eine gewöhnliche Various-Artists-Compilation zusammenstellen. Deshalb haben wir bei allen Involvierten auf exklusive und bisher unveröffentlichte Tracks bestanden. Junge Talente haben wir genauso berücksichtigt wie alte Haudegen. Es ist eine CD voller Schmuckstücke entstanden.”
Alle Tracks sind also noch nie zuvor gehört worden und werden außerdem als 12″-Serie erscheinen, die von einer auf 666 Kopien limitierten LP mit insgesamt acht Tracks begleitet wird.
Modeselektions ist das zweite neue Release nach einer zwölfmonatigen Pause des Monkey Town Labels - das erste war kürzlich die großartige neue EP The Plasterer of Love von Siriusmo.
Modeselektion Vol. 01 erscheint am 5. November 2010 via Monkey Town.
Tracklist:
01. Siriusmo - Das Geheimnis
02. SBTRKT - The Unspoken
03. Feadz - The Assistant Manager
04. Tadd Mulinix & Daniel Meteo - The Good Star
05. Robag Wruhme - Bierholer
06. 2562 - The Wind Up
07. eLan - Pussy Posse
08. Cosmin TRG - Space Station Love Affair
09. Shed - With Bag And Baggage
10. Apparat - King Of Clubs
11. Marcel Dettmann - Lyrate
12. Ikonika & Optimum - Hum
13. Modeselektor - VW Jetta
14. Ramadanman - Pitter
15. Digital Mystikz-Mala - Explorer
16. Bok Bok - Say Stupid Things
17. Housemeister - Kristall
18. Cylob - Pepper Spray (Capsicum Edit)
Bonus Tracks (nur digital):
Vaghe Stelle - Emiciclo 1
Love Operation - Heartbeat
Vier lange Jahre sind seit Johannes Heils Album “Freaks R Us” auf Playhouse vergangen. In der Zwischenzeit hat er zwar das Produzieren nicht eingestellt, aber die Zahl seiner Veröffentlichungen stand eher dem momentan noch immer andauernden Trend gegenüber, durch einen immensen Output Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
An dieser Stelle könnte man durchaus die Phrasen dreschen und von Qualität statt Quantität sprechen, denn mit seinem Ende August auf Cocoon erscheinenden Albun Loving ist Heil ein gradliniges und konsistentes Album gelungen, das sich vom technoiden Vorgänger recht deutlich unterscheidet, ohne die Tanzbarkeit als roten Faden in Frage zu stellen.
Dabei bleibt er seinem eigenen musikalischen Ansatz treu und bewegt sich nach eigenen Angaben zwischen “den Ursprüngen der elektronischen Tanzmusik zwischen Modern Detroit, Hightech-Soul und House.” Jedoch greift er aktuelle Tendenzen wie die Hinwendung zu Deepness und einer gewissen Verspieltheit auf und integriert so die moderne elektronische Tanzmusik als Referenz in sein musikalisches Gesamtkunstwerk. Wie zu erwarten: ein brillant produziertes Album des Hessen.
Im Clip des Vimeo-Users Pilpop sind kleine Dinge mal ganz groß. Er hat ein zauberhaftes Video über Deutschlands größte Kulturmetropole Berlin zusammengeschnitten: Little Big Berlin.
Im Hintergrund erklingen die Töne der ‘Ungarischen Rhapsodie Nr. 2′ des aus Ungarn stammenden Komponisten Franz Liszt, während man eine Tour durch Mini-Berlin macht. Pilpop benutzte dazu seine Lieblingskamera, die Sony HC9 und editierte das Ganze mit Sony Vegas Pro 9. Außerdem kommt ein Effekt zum Einsatz, der ’tilt-shift’ genannt wird und ursprünglich zu einem Objektiv gehört, das für Architektur-Aufnahmen benutzt wird. Dadurch entsteht dieser Eindruck einer lebendigen, atmenden Miniatur-Stadt und ihren winzigen Füßgängern.
Pilpop sagt, dass er das Video den einzigartigen Einwohnern und der wundervollen Architektur widmet und dass “nur die Bewohner Berlins die Stadt zu dem machen was sie ist”.
All diejenigen, die gerne auflegen und ihr musikalisches Können gerne präsentieren möchten, haben die Möglichkeit bis zum 1. September einen Link zu einem 15- bis 20-minütigen an rookiesession@4010.com zu schicken.
Die drei besten Plattendreher werden dann von einer Jury, bestehend aus Redakteuren von musikexpress.de, SnoWhite und Compost Records ausgewählt. Am Samstag, den 11. September, haben die drei Besten dann die Möglichkeit ihre DJ-Künste live im 4010 zu zeigen und vor einer größeren Crowd zu spielen. Die Gewinner werden am 06.09. u.a. auf der 4010-Facebook-Seite bekannt gegeben.
Electronic Beats wird zehn Jahre alt und das feiern wir mit Róisín Murphy als Headliner, den Synthiepoppern Delphic und vielen anderen!
Vor zehn Jahren wurde die Idee zu Electronic Beats, dem internationalen Musik- und Lifestyleprogramm der Telekom, auf einem Ausflug nach Ibiza geboren. Seitdem haben wir über 170 Events mit 180 verschiedenen Künstlern veranstaltet! Wir bringen das beliebte Electronic Beats Magazin und das ebenso erfolgreiche DVD-Magazin Slices heraus, und außerdem gehören noch das mehrfach ausgezeichnete Onlineportal www.electronicbeats.net und ein Online-Radio zur Familie. Wir haben also allen Grund zu feiern!
Als Dank für euren Support steigt am 4. November im Berliner Radialsystem V eine riesige Geburtstagsparty mit Róisín Murphy als Headliner. Sie hat eine ganz besondere Verbindung zu Electronic Beats: Bereits bei einem unseren ersten Events trat sie zusammen mit Moloko auf und spielte auf unseren Festivals 2008 in Graz und Prag als Solokünstlerin. Mit einer ganz neuen Bühnenshow im Gepäck wird sie zu ihrer ersten Electronic-Beats-Auftritt nach Berlin kommen.
Mit Delphic ist außerdem noch eine Band am Start, die mit ihrem Synthiesound und den epischen Melodien immer wieder für begeisterte Reaktionen sorgt. Und das ist erst der Anfang - zu den anderen Künstlern möchten wir zu diesem Zeitpunkt noch nichts sagen, sondern informieren Euch zeitnah. Lasst euch überraschen!
Apropos: Auch das Electronic Beats Radio feiert dieses Jahr, nämlich bereits seinen dritten Geburtstag. Mit über 150 DJ-Mixen und Livesets von Künstlern wie Modeselektor, Coldcut, Magda, Fever Rayoder Caribou, bieten wir auch hier ein breites musikalisches Spektrum, das höchsten Qualitätsansprüchen gerecht wird.
Alles weiteren Infos zum 10 Years Electronic Beats Festival in Berlin erfahrt ihr in Kürze an dieser Stelle.
Derweil legen wir euch nochmals Roísín Murphys Auftritt beim Electronic Beats Festival Graz 2008 ans Herz, nachzuhören bei Electronic Beats Radio:
Hier findest du die neuesten Infos rund um die Themen Advanced Music, Life & Style: Frische Künstler, die neuesten Releases, die aktuellsten Events. Dazu Infos aus den Bereichen Fashion, Design und Kunst.
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