Als Anfang des letzten Jahres mit großem Getöse der Dice Club in Berlin Mitte öffnete, waren viele Hauptstädter skeptisch, denn zu laut und angeberisch verkündete Betreiber Isan Oral, der vorher einen Schicki-Schuppen namens Bangaluu gemanagt hatte, die angebliche Zeitenwende im Berliner Nachtleben.
Das Innenleben des Dice war inspiriert von den Big Playern der Stadt, aber eine eigene Identität konnte der Club nicht entwickeln. Das galt auch und vor allem für das Booking. Das war reichlich uninspiriert und eine klare Linie nicht so recht erkennbar. Dementsprechend war der Zuspruch nicht sonderlich hoch, auch ein Darkroom und öffentlichkeitswirksame Aktionen halfen nicht ein Stammpublikum zu finden, um das Dice als ernstzunehmende Location zu etablieren.
Nachdem eine ganze Zeit lang gar kein Clubbetrieb stattfand, dann die Baambi Lounge als Partner gewonnen wurde und der temporäre Namen Voltairestr. 5 auftauchte, scheint nun die Identitätssuche beendet: Ab Oktober finden im Heizkraftwerk Mitte wohl regelmäßig Veranstaltungen statt und das Eröffnungswochenende hat es in sich; los geht es am Samstag (9. Oktober) unter dem Titel Der ganz normale Wahnsinn fordern Acts wie Tobi Neumann oder Pier Bucci zum Tanz auf.
Ob eine Umbenennung die Versäumnisse und Pannen des Dice vergessen macht, so dass sich ein funktionierender Clubbetrieb etabliert, bleibt abzuwarten.


EB - Deutschland








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