,,Damals spürte ich, dass zu einer Suche, deren erster Gegenstand war zu finden, was gesucht wurde, die Grenzen weiter gesteckt werden mussten. Und auch neunzehn Jahre danach erscheint mir die Sprühdose dabei als mein liebster Gefährte…”
Heute Abend eröffnet die neue Glanzkinder Gallery Ausstellung “under the paving stones” in Köln. Hendrik Beikirch ist der bürgerliche Name des hier ausstellenden Graffitikünstlers, man kennt ihn warscheinlich eher als ecb.
Anders als die andere bereits bekannte Übertragungen der Zeichen der Strasse in die Seriösität der Galerien, versucht Beikirch nicht den White Cube zur Strasse zu erklären, sondern zeigt Arbeiten auf Leinwand, die die Strasse portraitieren. Die Heimat des Graffitimalers. Betrachtet man seine düsteren, mit fotografischer Genauigkeit gesprühten Treppen, Brücken und Zäune findet man sich in einer melancholischen Vision des Stadtuntergrundes wieder, der immer seltener wird. Im Gegensatz zu Ländern wie Italien oder Spanien schätzt man in Deutschland nicht die Ästhetik des Verfalls. Wenn jedes Feld bebaut, jede Ruine abgerissen und durch Neubauwohnungen ersetzt wurde, wird es nur noch möglich sein, sich Bilder wie diese in seine Wohnung zu hängen und von unerforschten Stadtgebieten zu träumen.


EB - Deutschland








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