Interview: 6 Fragen an… Robyn

Category: Music
Interview: 6 Fragen an… Robyn

Nachdem ich vor fast genau einem Jahr bereits einmal die Freude hatte, diese energetische, kleine Dame für eine gute halbe Stunde in den Sälen des Maria am Ostbahnhof mit meinen Fragen zu löchern (das Video dazu gibt’s auf flasher.com), hat sich nun, da für Robyn wieder ein Berlinkonzert ansteht, über Ministry of Sound ein kleiner E-Mailaustausch ermöglichen lassen. Und man kann durchaus sagen, seit unserem letzten Gespräch hat sich für die schwedische Popikone Robyn (bügerlicher Name Robin Miriam Carlsson) auf internationalem Terrain nochmal eine Menge getan…

Kaum zu glauben ist manchmal, dass Robyn schon seit ihrem 16. Lebensjahr im Musikbusiness unterwegs ist. Bevor es zu Kollaborationen mit Kleerup und The Knife oder etwa der World Tour mit Madonna kam, hat sie doch schon so einiges mitgemacht. Ein kleiner Einblick in das Hier und Jetzt:

Du bist gerade von der großen “Sticky & Sweet”-Tour zurück, bei der du die Queen of Pop, Madonna, supportet hast. Wie sieht es eigentlich mit dem Privatleben aus? Nach 14 Jahren im Musik-Biz und mit dem wachsenden Erfolg, existiert da überhaupt noch so etwas wie ein “richtiges” Privatleben? Hast du auch mal Zeit für dich?
Ich nehme mir die Zeit einfach. Da ich dieses Jahr ein neues Album machen will, muss ich mich zurückziehen und langsamer machen, um mich in meine eigene Schaffensblase zurückzuziehen. Das ist es aber auch was ich an meiner Arbeit mag: Einerseits das Trubelige, aber andererseits auch das ruhige, zurückgenommene Für-Mich-Sein.

Wie wird das nächste Album klingen?
Ich habe gerade erst den Produktionsprozess gestartet und möchte eigentlich keine großen Worte darüber verlieren, bevor ich nicht tiefer in der Materie und Arbeit drin stecke.

Du spielst in den nächsten Monaten einige Konzerte in Deutschland, unter anderem im Postbahnhof in Berlin. Was verbindest du mit Berlin und wie war dein letzter Besuch?
Das letzte Mal in Berlin spielte ich zusammen mit Madonna im Olympiastadion. Das Publikum war fantastisch, viele von ihnen konnten sogar meine Lieder mitsingen. Das hat mich überrascht.

Bleiben wir mal bei Berlin: Wie schätzt du die elektronische Musik Szene hier ein?
Da kann ich ehrlich gesagt nicht so viel zu sagen.

Wer sind für dich momentan die progressivsten, jungen Musiker?
Ich mag Familjen, eine schwedische Techno-Punk-Kombo, die letztes Jahr das erste Mal präsenter waren und auf der Bildfläche erschienen. Außerdem liebe ich Frida Hyvönens neues Album “Silence Is Wild”.

In welche Richtung entwickelt sich elektronische Musik gerade?
Ich denke wir sind aktuell an einem Punkt angelangt, an dem elektronische Musik so ziemlich jeden, der Musik macht, beeinflusst. Es ist immer eine Frage des aktuellen Kontexts, aber wenn man irgendwann einmal zurückschaut, wird man sagen, dass elektronische Musik mehr als jeder andere Stil die Lieder dieser Zeit geprägt hat.

via www.4010.com

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