Wolfgang Voigt haucht Profan neues Leben ein

Category: Music

Techno-Großmeister Wolfgang Voigt erweckt das legendäre Label Profan zu neuem Leben. Von 1993 bis 2000 erschienen dort hauptsächlich minimalistische Techno-Grenzgänge von Voigt selber, meist unter einem seiner unzähigen Pseudonyme (Grungerman, Gas, M:I:5, Mike Ink.).

Vor zwei Jahren gab es dann mit Freiland - Klaviermusik noch mal ein kurzes Lebenszeichen, aber nun kommt wieder mehr Leben in die Bude. Am 22. Februar erscheint - apropos Voigt’sche Pseudonyme - eine EP, SOGs Abweichung, im Laufe des Frühjahrs folgt dann eine Gas-Compilation, die aus einem Doppel-Album und einem Buch besteht und die musikalische Schaffensgeschichte von Gas abbilden soll.

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EMI und die roten Zahlen

Category: Downloads / Music

Das goldene Zeitalter der Plattenindustrie, in dem man dem Musikfreund die absurdesten Preise aufdrücken konnte und mit unzähligen Best-Of-Boxen quasi die Gelddruckmaschine im Kellerarchiv stehen hatte, ist Dank des Internets und MP3 vorbei und so recht hat keine der großen Plattenfirmen dieser Entwicklung Rechnung getragen. So steckte man viel Geld und Energie in unsinnige Raubkopierer-Kampagnen, anstatt sich innovative Verkaufs-Modelle zu überlegen und, was in der Konsumwirtschaft dann doch tendenziell wichtig ist, die Bedürfnisse der Kunden zu berücksichtigen.

Daher ist es nicht sonderlich verwunderlich, dass bei EMI gerade die Alarmglocken läuten. Im letzten Geschäftsjahr machte die Heimat von Depeche Mode, den Beatles oder auch Robbie Williams 1,8 Milliarden Euro Verluste. Die Schuld hieran trifft jedoch weniger die bösen Raubkopierer, sondern jahrelanges Missmanagement und die Übernahme durch einen Private-Equity-Fonds. Bleibt zu hoffen, dass die großen Plattenfirmen langsam mal aus ihren Fehlern lernen und technische Innovation nicht als Feind, sondern als Chance begreifen.

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Ninca Leece - There Is No One Else When I Lay Down And Dream

Category: Music

Mehr als drei Jahre lang war die charmante junge Dame aus Rennes, Frankreich nun on the road. Von hiesigen Festivalbühnen bis in die Nachtclubs Chinas führten sie ihre Reisen - und immer war da dieses unfertige Album mit im Gepäck.

Doch als dann schließlich das neugegründete Bureau B aus dem Hause Tapete auf der Matte stand, kam doch noch alles zusammen. Ihr “Leece-Laboratorium”, wie sie es nennt, sprühte vor lauter Clicks & Cuts und es entstanden ihre gefrickelten und doch klaren Harmonien. Leece, die alle Songs selbst schreibt, einspielt und arrangiert, schreckt dabei trotzdem nicht vor minimalerem House zurück, was ihren Songs nur gut tut. “It’s about glitchiness, quirkiness, sexiness”, sagt sie selbst über ihr Album There Is No One Else When I Lay Down And Dream, welches unter anderem auch mit ihrer Version von The Cures “Lovesong” überrascht. Weitere Infos zu ihren Kollaborationen sowie ihren Plänen für die nahe Zukunft findet ihr in diesem Interview des Kalooga Magazines:

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Some LIKE It Vintage

Category: Lifestyle

Spätestens seit Carrie aus Sex And The City gezeigt hat, dass Vintage-Klamotten dem Look etwas Einzigartiges verpassen können, ist 2nd Hand gefragter denn je. Die Preise der Online-Vintage-Stores explodieren förmlich. Auf den Flohmärkten ist nach 8 Uhr morgens kaum noch etwas Tolles zu ergattern.

Die weibliche Hälfte des Kölner LIKE-Kollektivs widmet sich dem Thema nun, indem sie einen feinen Markt organisiert. Dort werden erlesene Händler mit gutem Gespür für Tragbares mit Geschichte ihre Sachen anbieten. Allerdings nur für Mädchen!

Am Sonntag, dem 7. Februar könnt ihr um eure neuen Lieblingsstücke feilschen, während DJ David Hasert an den Plattenspielern für die richtige musikalische Untermalung sorgt. Euren Freund könnt ihr auch mitbringen - er kann dann an der Theke des Hallmackenreuthers auf die Tüten aufpassen…

SOME LIKE IT VINTAGE
Hallmackenreuther
Brüsseler Platz 9
50674 Köln

Der Eintritt ist frei.

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Massive Attack – Heligoland (Virgin/EMI)

Category: Music / Reviews

England, Anfang der Neunziger: Brit-Pop-Bands füllen ganze Stadien, Hip-Hop wird von der breiten Masse wahrgenommen und auch elektronische Musik gewinnt an Popularität. Irgendwo dazwischen entwickelt sich derweil eine ganz neue Art von Musik. In Band-ähnlicher Besetzung spielen junge Künstler mit Samples und elektronischen, als auch herkömmlichen Mitteln träge und melancholisch klingende Songs ein, die vom Tempo und Aufbau an Hip-Hop-Stücke erinnern. Passend wird das Genre Trip-Hop genannt.

Pioniere auf diesem Gebiet ist die Bristoler Band Massive Attack, die vor allem durch ihre Zusammenarbeiten mit verschiedenen Gastsängern bekannt wird: Tracey Thorn von Everything But The Girl, Horace Andy, Nicolette und Tricky (ursprünglich Teil der Formation), um nur einige zu nennen.

Über zwanzig Jahre nach ihrer ersten Single-Veröffentlichung “Any Love” präsentieren Massive Attack nun ihr fünftes offizielles Studio-Album Heligoland. Auch diesmal trumpfen die Jungs mit erstklassigen Kollaborationen auf. Im Eröffnungssong „Pray for Rain” ist beispielsweise Tunde Adebimpe von TV On The Radio zu hören – und dies in einem ungewohnten Kontext, singt er doch hier ganz gelassen zu einem minimalistischen Arrangement mit Percussion und Piano. Highlight des Albums ist die Zusammenarbeit mit Hope Sandoval aka Mazzy Star, die die Vocals zu „Paradise Circus“ beigesteuert hat. Was mit einem typischen Massive Attack-Beat und Sandovals entzückender Stimme beginnt, endet in einem dramatischen Wirrwarr von Streichern. Leider enttäuscht der Track mit Damon Albarn. Der Sänger von Blur, Gorillaz und The Good, The Bad And The Queen vermag dem Song „Saturday Come Slow” nicht die Magie einzuhauchen, mit der er Tracks wie „Song 2“ oder „Feel Good Inc.“ einst veredelte. Der Song klingt eher wie eine missglückte Annäherung an Radiohead.

Heligoland ist leider kein Meilenstein wie Massive Attacks Debütalbum „Blue Lines“ oder das Meisterwerk „Mezzanine”. Nichtsdestotrotz passt das Album in das Gesamtwerk der Bristoler Trip-Hop-Combo und wartet mit durchaus gelungenen Songs auf. Wer sich selbst ein Bild machen möchten, kann derzeit auf der holländischen Seite 3VOOR12 in das komplette Album als Stream reinhören.

Ungeklärt bleibt, was das Album mit der deutschen Nordsee-Insel Helgoland (englisch Heligoland) zu tun hat. Immerhin hat die Plattenfirma eine Google-Maps-Karte mit Gadgets wie Gerüchteküche, Videos oder Bildern kreiert. Reinschauen lohnt sich!

Massive Attack – Heligoland erscheint am 5. Februar 2010 via Virgin/EMI. Für Vinylliebhaber gibt es von The Vinyl Factory eine Triple-Gatefold-Edition.

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Leftfield sind zurück!

Category: Events / Music

Leftfield sind zurückt und sorgen für ordentlich Wirbel. Zehn lange Jahre sind seit ihrem letzten Album “Rhythm and Stealth” vergangen und schon unfassbare 15 Jahre ist es her, dass Paul Daleys und Neil Barnes Meilenstein “Leftism” das Licht der erstaunten Öffentlichkeit erblickte und ein ganzes Genre revolutionierte.

Damals gelang es Leftfield mit ihrem unbeirrt brachialen Electronica-Entwurf Trommelfelle zum Platzen zu bringen. Die erste Live-Show wird beim schottischen RockNess-Festival im Juni stattfinden und Promoter Jim King jubiliert bereits jetzt, ob dieses Ereignisses:

“Frag’ irgendeine Elektro-Kombo, wer ein großer Einfluss für ihr musikalisches Schaffen war und immer wird Leftfield genannt. Ich konnte sie glücklicherweise schon vor zehn Jahren live sehen und wenn du glaubst Prodigy seien laut, dann solltest du mal schauen was passiert, wenn Leftfield loslegen.”

Noch gibt es keine offizielle Ankündigung für weitere Konzerte, aber dennoch ist es vielleicht nicht verkehrt, die Ohrenstöpsel bereitzuhalten, wer weiß was da noch kommt…

Leftfield feat. Roots Manuva - Dusted

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Uslu Airlines und Reebok machen auf Disco

Category: Lifestyle

Reebok sind durch ihre klassischen Turnschuhe und ihre in den 90ern sehr innovative Pump-Technologie niemals aus dem kollektiven Gedächtnis der Sneaker-Heads verschwunden. Nun hat sich das kosmetikaffine Modelabel Uslu Airlines mit den Briten verbündet, um dieses funkelnde “Retro Pop Mid”-Modell auf den Markt zu bringen.

Das aus der Frauenkollektion Frühling/Sommer 2010 stammende Modell ist offensichtlich einer Diskokugel nachempfunden; der Schuh ist fast lückenlos mit kleinen, spiegelnden Plättchen besetzt. Eine weiße Lederschnalle, die im Dunkeln leuchtet, überkreuzt die Schnürsenkel. Das Sahnehäubchen des leicht grellen Looks bildet schließlich das pinke Innenfutter.

Diese für den Dancefloor bestimmten Schmuckstücke werden schon bald bei ausgesuchten Reebok-Händlern zu erwerben sein. Weitere Details könnt ihr euch hier zu Gemüte führen.

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Neues von Cobblestone Jazz: The Modern Deep Left Quartet

Category: Music / Reviews

Deepe und höchst versatile Tracks werden erwartungsgemäß das im März erscheinende zweite Album “The Modern Deep Left Quartet” von Cobblestone Jazz bestimmen. Nach zweineinhalb Jahren Pause sind Mathew Jonson, Danuel Tate und Tyger Dhula zusammen mit Colin de la Plante aka The Mole zurück und spielten bereits letzten Sommer in einem dreiwöchigen Musikmarathon das Album ein.

In ausufernden Jam-Sessions hat das Quartett Klänge und Töne zusammenfließen lassen, die sie ihren Rolands, Cwejmans, Doepfers oder dem momentan so beliebten Vocoder entlockten. Das Resultat ist ein Album, dem es gelungen ist direkt und aus dem Stand zum Electronic-Beats-Bürofavoriten zu avancieren.

Tracklist
01. Chance Dub
02. Sun Child
03. Mr Polite
04. Cromagnon Man
05. Fiesta
06. Children
07. Chance
08. Midnight Sun

“The Modern Deep Left Quartet” erscheint am 29. März auf !K7, bis dahin gibt es zur Überbrückung dieses wunderbare Slices-Video (entnommen aus der Issue 3-09, erhältlich hier in unserem Shop):

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